Pölich 2009

Erstellt: Dienstag, 15. September 2009 Zuletzt aktualisiert: Freitag, 31. Januar 2014

Wakeboarden - Integrationsprojekt testete neue Sportart

 

Wakeboard2009_01In diesem Sommer wagten sich Schüler der IGS Horhausen, der DHS Waldbreitbach und der Förderschule Schweich auf ein neues Sportgerät – das Wakeboard.
Das Wakeboard ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das an die Füße geschnallt wird, um damit auf dem Wasser zu gleiten. Der Fahrer steht seitlich zur Fahrtrichtung auf dem Brett und wird von einem Boot gezogen.
3 Tage lang kämpften die Schüler der drei Schulen in Pölich an der Mosel mit den Wellen und dem eigenen Gleichgewicht. Einige Schüler erlernten schnell das Wakeboardfahren und konnten schon bald einige Runden auf dem Brett drehen. Die beeinträchtigten Schüler hatten viele Freude auf einem Gummireifen, der hinter dem Boot hergezogen wurde, wobei immer ein nicht beeinträchtigter Schüler mit einem beeinträchtigten Schüler gezogen wurde.
Neben den sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Wakeboarden und Tauziehen hatten die Teilnehmer auch Freude am gemeinsamen Lagerfeuer und am Zelten.
Die meisten Teilnehmer möchten im nächsten Jahr wieder aufs Wasser, einige um das Wakeboarden noch besser zu erlernen und andere um einfach nur Spaß im Wasser zu haben.

Schüler und Schülerinnen der Integrierten Gesamtschule Horhausen, der Regionalen Schule Waldbreitbach und der Förderschule Schweich ( Meulenwaldschule) haben sich im Rahmen ihres Integrationsprojektes an eine neue Herausforderung gewagt: „Wakeboarden“ = Snowboardfahren auf dem Wasser.An drei Tagen in Pölich an der Mosel wagten sich 38 Schüler und Schülerinnen auf Wakeboard und Reifen. Da man sich vom Integrationsprojekt Ski kannte war die alte Vertrautheit schnell wieder hergestellt.
Während alle nichtbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler schon nach wenigen Versuchen zum Wakeboardfahren kamen, wurden für die beeinträchtigten Schüler und Schülerinnen andere Schwerpunkte gesetzt (Motorboot fahren; Fahrt auf einem Reifen mit Hilfe eines nichtbeeinträchtigten Schülers).
Im Boot und auf dem Reifen war die Hilfsbereitschaft der nichtbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler besonders gefordert. Wakeboard2009_02
Im Motorboot war bei hohen Geschwindigkeiten die Aufmerksamkeit der Paten – jeweils zwei nichtbeeinträchtigte Schüler waren für einen beeinträchtigten Schüler verantwortlich –unerlässlich. Bei der gemeinsamen Fahrt auf dem Reifen, der von dem Motorboot gezogen wurde, wurden Patenschaften gebildet, die versuchten, bei hohen Geschwindigkeiten, solange wie möglich auf dem Reifen zu bleiben. Hierbei waren die Hilfeleistungen die nichtbeeinträchtigten Partner unerlässlich. Vielen Paaren gelang es längere Zeit auf dem Reifen zu bleiben, bis sie sich letztendlich doch den hohen „Fliehkräften“ ergeben mussten. Gerade bei dieser Aufgabe konnte wiederum der eigentliche Gedanke des Integrationsprojektes „Vorurteilfreies Zusammenleben von beeinträchtigten und nichtbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler“ hautnah erlebt werden.
Diese gemeinsamen Tage haben die betreuenden Lehrer (Frau Eva Kamenz von der Regionalen Schule Waldbreitbach und Herr Peter Koßmann von der Integrierten Gesamtschule Horhausen) wiederum darin bestärkt, den Integrationsgedanken gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schüler weiter zu vertiefen.Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das Integrationsprojekt Ski im Winter 2009/2010, das sich in den vergangenen Jahren zu einem unerlässlichen Meilenstein in der Zusammenarbeit der Regel- und Förderschulen entwickelt hat.

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